Zwei neue Forstwirtinnen starten ihre Ausbildung im Wallersteiner Forst

Der Arbeitsplatz liegt draußen in der Natur. Das Wetter gehört dazu. Viele Ergebnisse der eigenen Arbeit werden erst Jahre oder sogar Jahrzehnte später deutlich. Welcher Beruf bietet so ein Spektrum? Es ist der Beruf des Forstwirts. Seit September lernen Katharina und Theresa diesen von Grund auf: Beide haben ihre Ausbildung zum Forstwirt bei den Fürst Wallerstein Forstbetrieben begonnen. Für die beiden beginnt damit eine Ausbildungszeit, die praktische Arbeit mit der Anwendung von Wissen über den Wald, die moderne Forstwirtschaft und die Natur ganz generell verbindet.

Dass junge Menschen sich bewusst für diesen Beruf entscheiden, ist für einen Forstbetrieb von besonderer Bedeutung. Denn nachhaltige Waldbewirtschaftung denkt nicht in wenigen Jahren. Sie beschäftigt sich mit Wäldern, deren Entwicklung mehrere Generationen umfasst und braucht deshalb auch Menschen, die das dafür notwendige Handwerk und Fachwissen weitertragen.

Was gehört zur Ausbildung zum Forstwirt?

Forstwirtinnen und Forstwirte arbeiten dort, wo Wald gepflegt, entwickelt und genutzt wird. Wer bei diesem Beruf zunächst an Motorsäge und Holzernte denkt, kennt jedoch nur einen Ausschnitt des Aufgabengebietes.

Die reguläre Ausbildung zum Forstwirt dauert drei Jahre. Zum Berufsbild gehören unter anderem das Begründen, Schützen und Pflegen von Waldbeständen, Arbeiten zum Erhalt von Lebensräumen, die Holzernte sowie das Vermessen, Sortieren und Lagern von Holz. Der fachgerechte Umgang mit Maschinen und Geräten sowie die notwendigen Kenntnisse von Arbeits-, Gesundheits-, Natur- und Umweltschutz kommen hinzu.

Die praktische Ausbildung in den Fürst Wallerstein Forstbetrieben wird dabei mit dem Unterricht in der Berufsschule verbunden.

Handwerk, Technik und Wissen über den Wald

Wer im Wald arbeitet, muss anpacken können, mit wechselnden Witterungsbedingungen umgehen und verantwortungsbewusst arbeiten. Gleichzeitig gehört heute deutlich mehr dazu. Neben klassischen Werkzeugen und Maschinen spielen technische und digitale Hilfsmittel eine Rolle. Entscheidend ist aber nicht das einzelne Werkzeug, sondern das Verständnis für die richtige Anwendung: Welche Baumarten sollen gefördert werden? Wie lässt sich ein Bestand pflegen? Wann kann Holz geerntet werden? Und wie werden bei diesen Arbeiten Sicherheit, Naturschutz und langfristige Waldentwicklung berücksichtigt? Forstwirtinnen und Forstwirte führen Arbeiten dabei nicht nur nach Anweisung aus. Sie treffen laufend selbstständig Entscheidungen und müssen deshalb ihre Arbeit genau planen und die Ergebnisse nachhalten.

Ausbildungsleiter Roland Ott beschreibt diese Bandbreite treffend: „Das Aufgabenspektrum der Forstwirte ist viel breiter und verantwortungsvoller als allgemein angenommen.“

Warum Nachwuchs für den Wald von morgen wichtig ist

Im Wald sind die Zeiträume ungewöhnlich lang. Ein Baum, der heute gepflanzt oder durch gezielte Pflege gefördert wird, wird wahrscheinlich noch für Menschen von Bedeutung sein, die heute nicht geboren sind. Nachhaltige Forstwirtschaft bedeutet deshalb immer auch, Wissen und Erfahrung über Generationen hinweg weiterzugeben.

Die Fürst Wallerstein Forstbetriebe bewirtschaften ihre Wälder naturnah und nachhaltig. Der Wallersteiner Forst umfasst nach Angaben der Unternehmensgruppe rund 11.000 Hektar. Auf diesen Flächen treffen alle beschriebenen Aufgaben aufeinander: junge Waldbestände entwickeln, ältere Bestände pflegen, Holz nachhaltig nutzen, Waldschäden erkennen, Lebensräume berücksichtigen und nicht zuletzt dabei immer beachten, dass unsere Wälder an veränderte klimatische Bedingungen angepasst werden müssen.

Für all das werden gut ausgebildete Fachkräfte gebraucht – Menschen, die nicht nur wissen, wie eine Arbeit ausgeführt wird, sondern auch verstehen, warum sie notwendig ist.

Ausbildung heißt auch, Wissen weiterzugeben

Deshalb hat Ausbildung für die Fürst Wallerstein Forstbetriebe seit Langem einen hohen Stellenwert. Für Geschäftsführer Dr. Christian Wippermann steht deshalb fest: „Wir sehen die Auszubildenden als eine große Bereicherung unseres Betriebs.“

Denn Ausbildung funktioniert in beide Richtungen. Junge Menschen lernen von erfahrenen Kolleginnen und Kollegen. Gleichzeitig sorgen neue Fragen, neue Kenntnisse und neue technische Möglichkeiten dafür, dass auch ein bestehendes Team in Bewegung bleibt.

Gerade in einem Beruf, der stark von praktischer Erfahrung lebt, ist dieser Austausch entscheidend. Wie erkennt man Gefahren bei der Waldarbeit? Wie beurteilt man einen Baum oder einen Bestand? Welche Arbeitsschritte haben sich bewährt? Und wo verändern neue Erkenntnisse oder Technologien die tägliche Arbeit?

Vieles davon lernt man nicht allein aus einem Lehrbuch. Es entsteht draußen im Wald – gemeinsam mit Menschen, die den Beruf bereits seit vielen Jahren ausüben.

Für Katharina und Theresa beginnt dieser Weg gerade erst. Vor ihnen liegen drei Jahre mit viel Praxis, neuen Erfahrungen und einem Arbeitsplatz, der sich mit jeder Jahreszeit verändert.

Wir freuen uns sehr, die beiden dabei im Wallersteiner Forst begleiten zu dürfen. Schön, dass ihr da seid, Katharina und Theresa.

Interesse an einer Ausbildung im Wald?

Wer ebenfalls gerne draußen arbeitet, handwerkliches Geschick mitbringt und erfahren möchte, wie moderne Forstwirtschaft in der Praxis funktioniert, kann sich jederzeit über die Ausbildung zum Forstwirt bei Fürst Wallerstein informieren.

Auf unserer Ausbildungsseite gibt es die wichtigsten Informationen zum Beruf des Forstwirts, zu den Voraussetzungen und zum Ablauf der Ausbildung.

Bewerbungen für den nächsten Ausbildungsstart im September 2027 sind ab sofort möglich und gern gesehen.

Bild: Fürst Wallerstein

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