Mission Kitzrettung

Einsatz von Drohnentechnik zum Aufspüren junger Rehkitze in Wiesen

Am Pfingstmontag bei Sonnenaufgang trafen sich Revierleiter Franz Josef Ruppert und Forstwirtschaftsmeister Armin Meyer von den Fürst Wallerstein Forstbetrieben am Grünhof bei Fremdingen, um dort mit Unterstützung von Revierjagdmeister Rupprecht Walch von der Forstverwaltung Oettingen-Spielberg und Dieter Hampel die zu mähenden Wiesen nach Rehkitzen abzusuchen.

Mit Hilfe einer Drohne, die mit einer Wärmebildkamera ausgestattet ist, werden die betroffenen Wiesen überflogen und so die Orte lokalisiert, an denen sich die jungen Rehe im Gras verstecken. Das hohe Gras ist für die jungen Tiere ein ideales Versteck sowie der perfekte Ruheplatz. Gleichzeitig birgt dieses Versteck jedoch auch eine Gefahr, da den Tieren in den ersten Wochen der Fluchtinstinkt fehlt und sie liegenbleiben, wenn Ihnen Gefahr droht. So auch wenn die Wiese gemäht wird.

Die von der Drohne erkannten Kitze werden von den Forstmitarbeitern in nahe gelegene Waldstücke in Sicherheit gebracht, wo sie von ihrer Mutter wieder aufgenommen werden. Wichtig ist bei der Rettungsaktion auch die Zusammenarbeit mit den Landwirten.

„Sofort nach Abschluss der Suchaktion beginnen die Landwirte mit dem Mähen der Wiese. So wird verhindert, dass sich die Kitze wieder auf der Wiese niederlassen, ehe der Mäher kommt“, erklärt Revierleiter Franz Josef Ruppert.

Drohnenpilot Rupprecht Walch ist routiniert und sehr engagiert bei der Sache, er hat bereits im letzten Jahr etliche Einsätze mit der Drohne (zur Verfügung gestellt vom Verein für Deutsche Wachtelhunde e.V.) geflogen und so hunderten von Kitzen das Leben gerettet. Am heutigen Pfingstmontag konnten mit der Aktion 11 Kitze vor dem Mäher in Sicherheit gebracht werden.

 

 


Wie der Eichenprozessionsspinner bekämpft wird

Videobericht der Landesschau Baden Württemberg

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners zerstören ganze Eichenwälder, außerdem sind ihre Härchen giftig. Seit 20 Jahren breitet sie sich bei uns aus. Jetzt versucht man, sie in den Griff zu bekommen. Sehen Sie das Video zum Einsatz in den Fürstlichen Wäldern hier oder in der ARD Mediathek.

 

 

 


Pfingsten auf Schloss Baldern

"Prinzessin Caro" und "Sir George" übernehmen die Schlossführungen

Das Pfingstwochenende steht vor der Tür. Für alle Familien mit Kindern bietet Schloss Baldern ganz besondere Kinderführungen an. Am Sonntag begleitet Handpuppe „Prinzessin Caro“ die jungen Besucher mit ihren Eltern durchs Schloss und zeigt ihnen die Welt bei Hofe vor 300 Jahren. Ein Rundgang für die ganze Familie – Die Prinzessin plaudert aus dem Nähkästchen und erzählt Geschichten aus dem Leben der Fürstenkinder.

Mit Anekdoten und lustigen Sprüchen führt am Montag das freche Schlossgespenst „Sir George“ durch die Ecken und Winkel Balderns. Vorbei an Ritterrüstungen und verborgenen Türen, von der Küche bis in den Festsaal – Ein Abenteuer für jung und alt.

Neben den stündlich klassischen Schlossführungen finden die Kinderführungen sonn- und montags jeweils um 13.30, 14.30, 15.30 und 16.30 Uhr statt.

Alle weiteren Besucher erwartet natürlich ebenfalls eine spannende Führung durch die große Waffensammlung und die prächtigen Salons und Gemächer Balderns.


Eines der bedeutendsten Adelshäuser Europas

Gerhard Beck referierte über viele Generationen der Grafen und Fürsten zu Oettingen. Die Frage nach der Religion bot viel Konfliktstoff. Auch mit den Nördlingern gab es immer wieder Streit.

Ein Artikel der Rieser Nachrichten von Christina Zuber

Er ist der Titelheld der 22. Rieser Kulturtage und ein Vortragsabend war seiner Familie gewidmet: Ein Porträt von Ludwig III. Graf zu Oettingen füllt die Titelseite des Programmhefts und liegt damit in zigtausenden Haushalten im Ries und in der Umgebung. Der Oettinger Graf hatte 1267 das Kloster Kirchheim am Ries gestiftet und ist dort 1279 begraben worden.

Lesen Sie den ganzen Artikel in den Rieser Nachrichten


Die Gäste kamen sogar aus München ins Kartäusertal

Die Geschichte des Karlshofs geht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Die wohlhabenden Nördlinger ließen sich mit der Kutsche zur Gaststätte bringen.

Ein Artikel der Rieser Nachrichten von Kurt Kroepelin

Der Karlshof im Kartäusertal galt in der Mitte des 20. Jahrhunderts als die Ausflugsgaststätte der Nördlinger Bürger. Die Gaststätte existierte über 160 Jahre und schloss 1966 für immer ihre Pforten. Die Geschichte der Einöde Karlshof ist jedoch viel länger und vielschichtiger!

Lesen Sie diesen und weitere Artikel der "Wirtshausserie" in den Rieser Nachrichten.

 


Forstbetriebe Fürst Wallerstein

„Greift ein Wildschwein an, geht es zwischen die Beine“

In Mecklenburg-Vorpommern hat ein Wildschwein einen Jäger getötet. Solche Fälle sind zwar sehr selten. Begegnungen mit einem Wildschwein können aber für Jäger stets gefährlich werden – und für Spaziergänger erst recht.

Ein Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Für einen Jäger in Deutschland ist es das gefährlichste denkbare Szenario: ein angeschossenes, in die Enge getriebenes Wildschwein zu stellen. Bei Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern ist nun ein Jäger gestorben, nachdem er von einem angeschossenen Wildschwein angegriffen und schwer am Beim verletzt worden war.

Lesen Sie den ganzen Titel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

 

Quelle: FAZ.NET

 

 


Der Wald im Herbst – Laubverfärbung und Blattabfall

Oder: Warum werfen Bäume im Winter ihre Blätter ab?
Wenn die Tage kürzer werden und das Thermometer nur noch selten über 15 Grad steigt, beginnen unsere heimischen Baumarten sich auf den Winter vorzubereiten.

Laubabwurf
Als sommergrüne Laubbaumarten, sind unsere Bäume nicht in der Lage, ihre Blätter über den Winter weiter zu nutzen. Sie haben keine Mechanismen entwickelt, um der Kälte etwas entgegenzusetzen – außer dem Laubabwurf. Ein sommergrüner Baum erfriert oder vertrocknet, wenn seine Blätter nicht abfallen. Denn über die Blätter verdunstet der Baum Wasser. Wenn aber der Boden gefroren ist und der Baum kein Wasser nachschießen kann, vertrocknet bzw. verdurstet er. Deshalb entwickelt die Pflanze Phytohormone und sendet diese zu den Blattstielen. Dort bewirken die Phytohormone, dass sich ein Trenngewebe bildet. Dieses Trenngewebe verkorkt und die Blätter fallen ab.

Manche Bäume behalten ihre vertrockneten Blätter bis in den Frühling hinein. Dazu gehören neben der Hainbuche auch unsere beiden Eichenarten. Bei diesen Bäumen bildet sich kein Trenngewebe sondern sog. Thyllen. Thyllen sind einwuchernde Parenchymzellen, die die Nährstoffbahnen der Pflanze verstopfen. Deshalb können die Phytohormone nicht mehr zu den Blattstielen vordringen. Es bildet sich keine Trennwand. Die Blätter werden meist erst mit den ersten Frühjahrsstürmen vom Baum gefegt.

Laubverfärbung
Wenn unsere Laubbaumarten ihre Blätter abwerfen, entziehen sie den Blättern so viele Nährstoffe wie möglich. Sie werden im Stamm und der Wurzel eingelagert. Der Farbstoff, der für das Grün der Blätter verantwortlich ist, ist das sog. Chlorophyll. Es enthält sehr viel Stickstoff, das zu den wichtigsten Nährelementen der Pflanze gehört. Im Herbst beginnt der Baum das Chlorophyll abzubauen und andere Farben kommen zum Vorschein – die gelblichen und rötlichen Carotine. Je nach Konzentration der Farbstoffe sehen die Blätter mehr gelb oder braun aus. Unsere Waldbäume verfärben sich – entgegensetzt der häufigen Meinung – nicht rot. Dies machen nur einige Straucharten. Häufig ist die Färbung eine Mischung aus gelb und braun.

Warum verlieren die Nadelbäume im Herbst nicht ihre Nadeln?
Die Blätter der Nadelbäume verfügen über eine dicke Wachsschicht und eine sehr feste Haut, die die Verdunstung hemmt. Außerdem sind die so genannten Spaltöffnungen, über die der Baum Wasser verdunstet, im Blatt versenkt, so dass auch hier die Verdunstung gebremst wird. Hinzu kommt die kleine Oberfläche der Nadeln, wodurch sich die Verdunstung ebenfalls verringert.

Der einzige Nadelbaum, der seine Nadeln zum Winter abwirft, ist die Lärche. Sie wächst auch in sehr kalten Regionen, so dass die genannten Mechanismen nicht mehr wirken. Damit sie kein Wasser verdunstet, wirf sie ihre Nadeln ab.

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Ein Beitrag der Stiftung Unternehmen Wald