Weltfrauentag 2025: Zwei Azubinen berichten aus der Forstwirtschaft
Zum Weltfrauentag am 8. März haben wir mit unseren beiden Azubinen Charlotte und Rosa gesprochen. Die beiden sind frisch im ersten Lehrjahr zur Forstwirtin und plaudern aus dem Nähkästchen: Was hat sie in den Wald gezogen? Welche Hürden mussten sie überwinden? Und warum sollten viel mehr Frauen den Mut haben, in dieser „Männerdomäne“ durchzustarten?
Was hat Euch dazu inspiriert, den Beruf der Forstwirtin zu ergreifen, und wie waren die Reaktionen Eures Umfelds?
Charlotte: Mein Interesse am Wald und der Umwelt war schon immer groß. In meiner Familie gibt es viele Jäger, und wir machen oft Holz. Dadurch war ich von klein auf mit dem Thema verbunden. Als ich mich für die Ausbildung entschieden habe, waren die Reaktionen durchweg positiv. Viele fanden es toll, dass ich diesen Weg einschlage.
Rosa: Auch ich hatte durch meine Familie schon früh viel Kontakt zur Natur und wusste, dass ich beruflich etwas in dieser Richtung machen wollte. Zunächst dachte ich an ein Studium der Forstwissenschaften oder des Forstingenieurwesens. Um erst einmal praktische Erfahrungen zu sammeln und besser einschätzen zu können, was mir wirklich liegt, habe ich mich für die Ausbildung entschieden. Die Reaktionen in meinem Umfeld waren sehr positiv, aber auch überraschend. Viele Leute kennen den Beruf gar nicht so genau, vor allem wenn sie in der Nähe einer Stadt wohnen, und sind dann umso interessierter, wenn sie hören, dass eine Frau ihn ergreift.
Welche besonderen Herausforderungen begegnen Euch als Frauen in diesem traditionell männlich geprägten Beruf?
Charlotte: Wenn es überhaupt eine Herausforderung gibt, dann ist es die körperliche Kraft. Aber das ist bei den Männern ja genauso, denn Muskelkraft baut sich mit der Zeit erst auf.
Rosa: Am Anfang tun wir uns vielleicht manchmal etwas schwerer, weil es eben eine körperlich anstrengende Arbeit ist. Aber mit der Zeit wird es einfacher, weil wir die Technik lernen und unsere Kräfte besser einteilen. Und was uns vielleicht an Kraft fehlt, gleichen wir mit Köpfchen aus.
Gab es einen Moment in Eurer Ausbildung, der Euch besonders stolz gemacht hat?
Charlotte: Mein absoluter Stolz-Moment war, als ich das erste Mal selbst einen Baum gefällt habe. Das war ein ganz besonderer Moment.
Rosa: War bei mir auch so! Besonders stolz war ich, als ich in der Waldbauernschule meinen ersten Baum fällte und einer der Jungs meinte, dass das echt nicht so aussieht, als wäre es einer meiner ersten Bäume gewesen. Das war ein tolles Kompliment!
Wie seht Ihr die Zukunft für Frauen in der Forstwirtschaft – was müsste sich verändern, damit mehr junge Frauen diesen Beruf wählen?
Charlotte: Ich denke, dass es immer mehr Frauen in der Forstwirtschaft geben wird. Der Wald wird durch den Klimawandel immer wichtiger, und Frauen gehen oft mit mehr Bedacht an Dinge heran. Das kann in diesem Beruf ein großer Vorteil sein.
Rosa: Ich sehe das genauso. Frauen werden in der Forstwirtschaft immer wichtiger. In gemischten Teams arbeiten Männer und Frauen oft schneller und effektiver zusammen, weil sie unterschiedliche Ansätze und Stärken einbringen. Ich denke, dass das Thema Forstwirtschaft allgemein in unserer Gesellschaft künftig an Bedeutung gewinnen wird.
Welche Botschaft möchtet Ihr anderen Frauen mitgeben, die überlegen, einen handwerklichen oder körperlich anspruchsvollen Beruf zu ergreifen?
Charlotte: Traut euch einfach! Es lohnt sich.
Rosa: Genau! Auch wenn man anfangs Respekt vor der Männerdomäne hat, keine Sorge – die Kollegen finden das super. Sie unterstützen und helfen, wo sie können. Und wir freuen uns auch über mehr Frauenpower – nicht nur im Wald!
„Mädels, packt’s an!“
Charlotte und Rosa machen’s vor – und dass der Wald nur was für Männer sein soll? Schön längst überholt! Der Wald braucht starke Frauen, die mit Köpfchen und Power anpacken. Also, worauf wartest Du noch? Schau doch mal in unser Azubi-Portal und entdecke Deine Zukunft – nicht nur in der Forstwirtschaft, sondern vielleicht auch als Brauerin und Mälzerin in unserer Brauerei!