Nachfrage nach Wertholz ist ungebrochen

In Bopfingen wird edelstes Holz aus dem Wallersteiner Forst erfolgreich versteigert.

Auf der 23. Bopfinger Wertholzsubmission wurden die hochwertigsten Hölzer der Fürst Wallerstein Forstbetriebe und  über 20 weiteren Forstverwaltungen aus Baden-Württemberg, Bayerisch-Schwaben und Franken angeboten. Diese Wertholzversteigerung bietet den teilnehmenden Waldbesitzern die Chance, die kostbarsten Stämme eines Jahres einer hochwertigen Verwendung zuzuführen und hierfür einen angemessenen Preis zu erzielen.

Über 10 300 Einzelgebote wurden auf die angebotenen 2.666 Fm Wertolz abgegeben. Bis auf wenige Ausnahmen wurde für die edlen Stücke der Zuschlag erteilt. Das Durchschnittsergebnis aller 30 Holzarten verkaufte Holz lag bei 417 EUR/Fm und brachte den Waldbesitzern damit einen Gesamtumsatz von knapp 1,1 Mio EUR. Die Käufer dieser edlen Stücke verwenden die Stämme unter anderem für die Produktion von Weinfässern, hochwertigen Möbeln und Klangholz für den Musikinstrumentenbau. Dabei bleibt die Eiche seit Jahren eine der begehrtesten Holzarten. Die spezialisierten Käufer kommen aus nah und fern, um die sich die wertvollen Stämme am zentralen Lagerplatz genau in Augenschein zu nehmen, damit sie ihre qualifizierten Gebote schriftlich abgeben können.

Jedes Jahr ist stets ein spannendes Ergebnis der am höchsten bewertete Stamm. Dieser als „Braut“ bezeichnete Stamm kann bei der Holzart Eiche nicht selten einen Wert von über € 4.500,00 erreichen. Die Braut der Submission 2018 kommt aus den Revieren der Blauwald GmbH & Co. KG und es ist eine Eiche mit 6,13 Fm, die bei einem Preis von 1.352,00 EUR/Fm, eine Erlös von 8.288 EUR erzielte. Auch Raritäten wie z.B. die Schwarznuss waren vertreten. Diese Baumart erzielte über 800 EUR/Fm. Qualität und Geduld werden in der Forstwirtschaft eben noch honoriert!

 

 

Foto: D. Feil


45 Jahre im Hause Wallerstein tätig

Das Fürst Wallerstein Unternehmen ehrt langjährige Mitarbeiter

Für die Mitarbeiter des Fürst Wallerstein Unternehmens fanden die diesjährigen Ehrungen in besonderem Ambiente statt: sie wurden zu einer Cooking Night eingeladen. Die als Workshop angesetzte Veranstaltung fand in entspannter Atmosphäre im Fürstlichen Keller in Wallerstein statt. Dabei mussten sich die Mitarbeiter, die in drei Gruppen aufgeteilt waren, ihr Abendessen selbst zubereiten. Nach einem erfolgreichen Einsatz in der Küche nutzte Carl-Eugen Prinz zu Oettingen-Wallerstein die Gelegenheit und dankte allen Mitarbeitern für die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit im Jahr 2017. Besonders geehrt wurden die Jubilare, Frau Karin Feichter (Fürst Wallerstein Gesamtverwaltung, 25 Jahre), Frau Sandra Meyer (Fürst Wallerstein Forstbetriebe, 10 Jahre) und Herr Armin Meyer (Fürst Wallerstein Forstbetriebe, 10 Jahre), die für Ihre langjährige Betriebstreue, die jederzeit gute Zusammenarbeit und ihr langjähriges Engagement ausgezeichnet wurden. Engagierte, selbstständige und treue Mitarbeiter seien das Fundament für eine nachhaltige Bewirtschaftung der diversen Unternehmensbereiche. Besonders freute den Erbprinzen, dass sowohl Herr Meyer als auch Frau Meyer dem Unternehmen seit der Ausbildung treu geblieben sind. „In gewissem Maße tut es mir leid, dass Sie das Menü zu diesem Anlass selbst zubereiten mussten“, sagte der Erbprinz mit einem Augenzwinkern. Auch die Kolleginnen und Kollegen des Fürst Wallerstein Brauhauses, der Fürst Wallerstein Forstbetriebe und der Fürst Wallerstein Schlösser waren vor Ort.


Verträge für eine halbe Ewigkeit

Die Stadt Harburg und das Haus Wallerstein unterzeichnen 99-jährigen Vertrag für die Einrichtung der Waldruh Harburg 

Nachdem der Harburger Stadtrat vor wenigen Tagen die Formalien für die Errichtung des Bestattungswald „Waldruh Harburg“ beschlossen hat und zuvor alle grundbuchrechtlichen Fragen geklärt wurden, konnten nun die dazugehörigen Verträge zwischen den Parteien besiegelt werden.

Nach gültigem Recht ist die Stadt auch Friedhofsträger eines Bestattungswaldes und so muss die Zusammenarbeit mit dem Grundstückseigentümer, dem Haus Wallerstein, für die Dauer die Bestattungswaldes bis Ende 2116 vertraglich regelt sein.

Diese Vereinbarungen wurden heute vom 1. Bürgermeister der Stadt Harburg, Wolfgang Kilian, und dem Eigentümer des Wallersteiner Forstes, Carl-Eugen Prinz zu Oettingen-Wallerstein, unterzeichnet. „Das Erinnern und Gedenken an die Verstorbenen ist für viele Menschen von zentraler Bedeutung. Aber die Lebensumstände und Gewohnheiten unserer Gesellschaft haben sich gewandelt. Durch die zunehmende Entfernung der Wohnorte einzelner Familienmitglieder ist es vielen leider kaum möglich, sich liebevoll um die Grabpflege im klassischen Sinne zu kümmern“, erklärte Carl-Eugen Prinz zu Oettingen-Wallerstein, der bereits die Waldruh Ostalb bei Lauchheim eingerichtet hat, den häufig geäußerten Wunsch nach Baumbestattungen. Zudem suchten immer mehr Menschen schon zu Lebzeiten die Stille und Idylle des Waldes und der Wunsch nach einem friedlichen Ruheplatz im Grünen würde bei vielen immer stärker.

Auf die Frage was denn nach 99 Jahre sei, antwortet der Wallersteiner Erbprinz schmunzelnd:  „Das kann ich Ihnen natürlich nicht verbindlich für meine Nachkommen beantworten, aber als Forstwirte die stets in Generationen denken und als Familie die seit Jahrhunderten in der Region tief verwurzelt ist, gehe ich davon aus, dass einer Verlängerung nach 99 Jahren nichts im Wege stehen dürfte.“  Bis zur Eröffnung im März stehen noch vorbereitende Waldarbeiten an. So müssen die Wege mit Hackschnitzel ausgelegt und Sträucher zurückgeschnitten werden.

Über Waldruh Harburg und Waldruh Ostalb

Waldruh Naturbestattung bietet die Möglichkeit einer würdigen, letzten Ruhestätte in den naturbelassenen Bestattungswäldern Waldruh Ostalb und Waldruh Harburg. Am Bodensee befindet sich die Waldruh St. Katharinen. Die Lebensumstände und Gewohnheiten unserer Gesellschaft befinden sich stets im Wandel. Das betrifft auch die gewohnte Bestattungskultur. So entscheiden sich in rund der Hälfte aller Fälle die Menschen für eine Urnenbestattung. Die Naturbestattung im Wald ist eine Alternative zur herkömmlichen Bestattung geworden. Die Grabpflege im Bestattungswald übernimmt dabei die Natur und ihre Jahreszeiten. Die letzte Ruhe in der Stille und Schönheit unberührter Natur zu finden ist vielen Menschen ein Anliegen. Interessenten können sich schon zu Lebzeiten beraten lassen und ihre letzte Ruhestätte in den friedvollen Wäldern als Vorsorge aussuchen.

Das Gelände der Waldruh Harburg auf dem „Hühnerberg“ bleibt in seinem Erscheinungsbild naturbelassen. Interessierte können sich bereits zu Lebzeiten einzelne Plätze oder ganze „Familienbäume“ (12 Plätze) für 99 Jahre sichern. Für die Bestattung sind ausschließlich biologisch abbaubare Urnen zugelassen.

Nähere Informationen zur Waldruh Harburg erhalten Sie von der Verwaltung der Waldruh unter a.hafner@waldruh-naturbestattung.de oder 09081/8052621.

Ansprechpartnerin:

Frau Angelina Hafner
Verwaltung Waldruh Ostalb
OEWA Holz GmbH & Co.KG
Bei den Kornschrannen 7 . 86270 Nördlingen

Tel: 09081 / 80526-21 . Fax: 09081 / 80526-31

a.hafner@waldruh-naturbestattung.de

waldruh-naturbestattung.de . facebook.com/waldruhnaturbestattung

 


Generationenwechsel im Brauhaus

Michael Metz neuer Geschäftsführer des Fürst Wallerstein Brauhauses

Zum 30. September 2018 verlässt der Geschäftsführer Georg Schwarz die Fürst Wallerstein Brauhaus GmbH. Sein Nachfolger wird Herr Michael Metz. Mit dem 48-jährigen Franken wird ein Generationenwechsel eingeleitet.

Georg Schwarz ist seit Oktober 2010 Geschäftsführer des Brauhauses. Er hat das Unternehmen mit hohem persönlichen Einsatz sicher und mit viel Fingerspitzengefühl durch ein bewegtes Marktumfeld gesteuert, indem er unter anderem den Vertrieb neu ausgerichtet hat. „Ein besonderes Highlight hat er mit der sehr erfolgreichen Markteinführung der Produktreihe „Fürsten Hell Original“ in der Euroflasche und der Übernahme der Ankerbrauerei Nördlingen gesetzt.“ So würdigt der Inhaber, Erbprinz Carl-Eugen zu Oettingen-Wallerstein, die Verdienste des ausscheidenden Geschäftsführers. Erbprinz Carl-Eugen und die Mitarbeiter sind ihm für diese besondere Leistung und seinen Einsatz zum Dank verpflichtet. Schwarz bleibt dem traditionsreichen Brauhaus in beratender Funktion verbunden.

Georg Schwarz verlässt das Unternehmen im besten beiderseitigen Einvernehmen aus gesundheitlichen Gründen und um sich zukünftig anderen Aufgaben zu widmen. Das Fürst Wallerstein Brauhaus bedauert seinen Entschluss und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute und weiterhin viel Erfolg. Auch der beliebte Seligenstädter, der in der Region eine zweite Heimat gefunden hat,  verlässt schweren Herzens das Ries: „Ich gehe mit einem weinenden und einem lachenden Auge!“

Michael Metz, der neue Geschäftsführer des Brauhauses, ist ein ausgewiesener Brauereifachmann und Vertriebsprofi. Der gebürtige Nürnberger blickt auf eine jahrzehntelange Berufserfahrung in der deutschen Bierindustrie zurück, davon über 15 Jahre in führenden Positionen. Er arbeitete zuvor unter anderem bei der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan und der Paulaner Brauerei GmbH&Co.KG. Seine erwiesene Marktkenntnis wird nicht nur dem Vertriebsteam des Fürst Wallerstein Brauhauses zugute kommen. Michael Metz: „Ich freue mich darauf, die neue Herausforderung gemeinsam mit den Brauhaus Mitarbeitern aufzunehmen.“

Michael Metz wird zum 1. Februar seine neue Stelle auf dem Wallersteiner Schlossberg antreten.

„Zusammen mit Herrn Schwarz möchten wir einen reibungslosen Übergang bis zu seinem Ausscheiden sicherstellen und vor allem wollen wir uns mit der notwendigen Sorgfalt auf die bevorstehende Hauptsaison vorbereiten“ so der neue Geschäftsführer. Er ergänzt: „Ich freue mich auf das Team bewährter Mitarbeiter im Fürst Wallerstein Brauhaus. Es steht für hohe Produktqualität und ausgeprägte Kundenorientierung. Ich möchte auf dem Bewusstsein aufbauen, ein regional verwurzeltes Familienunternehmen mit einer einzigartigen Geschichte zu sein. Unser Ziel muss sein, die unverwechselbaren Elemente der Marke Fürst Wallerstein dem Endverbraucher künftig verstärkt regional, wie auch überregional, in der qualifizierten Gastronomie zu vermitteln“, so Metz bei seiner Vorstellung vor der Belegschaft des Fürst Wallerstein Brauhauses.

Erbprinz Carl-Eugen zu Oettingen-Wallerstein, der die Geschäfte des Hauses Wallerstein führt, bedankte sich ausdrücklich bei seinem langjährigen Weggefährten, Georg Schwarz, und bittet die treuen Kunden, Mitarbeiter und Geschäftspartner, dem Nachfolger ebenfalls ihr Vertrauen zu schenken. Er sagte hierzu: „Im engen Schulterschluss mit Herrn Metz werden wir auf einer soliden Basis aufbauend den Ruf unserer Marke weiter festigen. Die große Tradition unserer Familie bleibt in dieser Hinsicht Verpflichtung für uns“.

Mehr Infos zum Brauhaus unter fuerstwallerstein-brauhaus.de


Stellenangebot: Hausmeister - Immobilienverwalter

Für die Betreuung und Erhaltung unserer Immobilien suchen wir einen Hausmeister – Immobilienverwalter in Vollzeit (M/W)

Ihr Aufgabenbereich:

  • Bewahrung der Gebäudesubstanz
  • Selbständige Ausführung kleinerer Reparaturen
  • Vergabe und Überwachung größerer Reparatur- Baumaßnahmen
  • Kontrolle und Überwachung der Ver- und Entsorgungseinrichtungen
  • Kontrolle und Überwachung der Verkehrssicherungspflicht
  • Kontrolle, Meldung und Behebung von Gebäudeschäden
  • Verantwortlich für die Einhaltung rechtlicher Vorgaben

Sie sollten:

  • Eine abgeschlossene Handwerkerausbildung haben
  • Einen guten Teamgeist besitzen
  • Ein hohes Maß an Kollegialität haben
  • Körperlich fit sein und aufgeschlossen für technische Neuerungen
  • Die Bereitschaft haben und die Fähigkeit besitzen Leistung zu erbringen

Wir bieten:

  • Die Mitarbeit in einem jungen Team
  • Einen Arbeitsplatz in einem modernen Unternehmen
  • Leistungsgemäße Bezahlung
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Die Möglichkeit zur Fort- und Weiterbildung
  • Eine Werkwohnung kann zur Verfügung gestellt werden

Ihre schriftliche Bewerbung mit den üblichen, aussagekräftigen Unterlagen in Kopie (vorzugsweise per E-Mail im PDF-Format) richten Sie bitte an:

Fürst Wallerstein Liegenschaften
Bei den Kornschrannen 7
86720 Nördlingen
j.grau@fuerstwallerstein.de

Mehr unter: www.fuerstwallerstein.de/jobs

Die Stellenanzeige finden Sie auch hier als Download

 


Die „Waldruh Harburg“ kommt im Frühjahr 2018

Der Bestattungswald „Waldruh Harburg“ bei Harburg kann kommen. Nachdem alle grundbuchrechtlichen Hindernisse vom Eigentümer, Carl-Eugen Prinz zu Oettingen-Wallerstein, zugunsten der Stadt Harburg als gesetzlicher Friedhofsträger beseitigt wurden, steht dem Vorhaben nichts mehr im Wege. Somit kann die Stadt den Bestattungswald einrichten. Es müssen noch einige Vorbereitungen der Stadtverwaltung und vom Team der Waldruh, getroffen werde, damit im März der Bestattungswald in Betrieb gehen kann.

„Das Erinnern und Gedenken an die Verstorbenen ist für viele Menschen von zentraler Bedeutung [...] Lesen Sie den gesamten Artikelwaldruh-naturbestattung.de

 


Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten

Wallersteiner Forst: großes Interesse an der ersten Astholzversteigerung der Saison

Am 24.01.2018 fand die erste der jährlichen Astholzversteigerungen der Fürst Wallerstein Forstbetriebe in Kösingen statt.

Eng beschriebene Notizzettel, ausgedruckte Luftbilder und konzentriertes Pokerface: die über 200 Bieter kamen gut vorbereitet zu der Auktion. Das Interesse übertraf die Erwartungen: das Kösinger Sportheim war bis auf den letzten Stehplatz voll. Versteigert wurden insgesamt 63 so genannte »Lose« – Parzellen im Wald, auf denen der Höchstbietende jetzt Holz machen darf. »Bei der Holzernte im Herbst und Winter bleiben häufig Reste im Wald zurück: Teile der Stämme, Äste oder sogar ganze Baumkronen. Wenn sie dauerhaft dort liegen, nehmen sie der nächsten Baumgeneration das Licht und die Verjüngung des Baumbestands wird verzögert – wir sind froh über unsere Brennholzkunden«, erklärt Revierleiter Xaver Bayer, der die Auktion leitete.

Und die Brennholzkunden sind froh über das Angebot des Forstbetriebs: Kaum hat der Förster das erste Los genannt, schnellt ein Arm in die Höhe. Startgebot sind 80 Euro, sofort hebt sich eine zweite Hand: 90- 100-110-120... Erst bei bei 160 Euro ist Schluss, und das Los Nummer eins in der Abteilung »Brennender Buck« ist vergeben. »Viele unserer Kunden kommen jedes Jahr wieder. Das Brennholz selbst zu machen hat in einigen Familien eine lange Tradition. Andere sind zum ersten mal auf einer Auktion dabei und bieten vielleicht bewusst auf eine Fläche mit weniger Holz. Fast allen geht es aber nicht nur darum, günstiges Holz zu bekommen, sondern auch um den Erlebniswert der Arbeit im Wald«, heisst es von Seiten des Betriebes.

Auch in den fünf anderen Revieren des Fürst Wallerstein Forstbetriebs kommt das Astholz in den nächsten Wochen unter den Hammer, die Termine und Informationen zu den einzelnen Losen werden in den Amtsblättern der Gemeinden und fuerstwallerstein.de/astholzversteigerung veröffentlicht. Die nächsten Termine sind der 15. Februar für das Revier Mönchsdeggingen und der 20. Februar für das Revier Diemanstein.

Für Neueinsteiger bietet der Forstbetrieb auch Motorsägenkurse unter der Leitung erfahrener Forstwirtschaftsmeister an.

 


Selbstgemacht brennt's am schönsten

Saisonbeginn der Astholzversteigerungen im Wallersteiner Forst

Brennholz wärmt bekanntlich gleich drei mal: beim Sägen, beim Hacken und schließlich beim Verheizen im Ofen. Wer sein Brennholz bei den Fürst Wallerstein Forstbetrieben kauft, kommt aber schnell noch ein viertes Mal ins Schwitzen: Bei der Versteigerung.

Wie in den vergangenen Jahren, stehen auch 2018 die Astholzversteigerungen des Betriebs an, die Termine und Flächenlose werden in den nächsten Tagen und Wochen bekannt gegeben.

Verkauft wird dabei nicht einfach ofenfertiges Holz, sondern eine Aufgabe und ein Erlebnis: Brennholz zum selber machen. Wer auf einer der spannenden Auktionen den Zuschlag erhält, bekommt keinen fertigen Holzstapel, sondern das Recht, die bei der Holzernte liegengebliebenen Kronen und Äste auf einer bestimmten Fläche aufzuarbeiten – durch die Arbeit im Wald spart man nicht nur das Fitnessstudio, sondern bekommt auch besonders günstiges Brennholz. Erfahrene Bieter schauen sich interessante Waldstücke im Vorfeld der Versteigerung schon einmal ganz genau an. Wie viel Holz liegt auf der Fläche, welche Baumarten sind vorhanden? Ist sie gut zu erreichen, und was wäre mir das Holz wert? Und welches andere Waldstück käme in Frage, falls ich doch überboten werde?

Ist dann eine passende Fläche gefunden und das Los ersteigert, kann es losgehen: die Schnittschutzhose wird hervor gekramt, die Packzange gepackt und die Kettensäge angeworfen – Brennholz soll schließlich bis Ostern unter »Dach und Fach« sein und im Sommer schon trocknen können. Für alle, die beim Abenteuer Brennholz noch Unterstützung brauchen, bietet der Forstbetrieb Wallerstein auch Motorsägenkurse bei erfahrenen Forstwirtschaftsmeistern an.

Die erste Astholzversteigerung findet am Mittwoch, 24. Januar , 19.30 im KSC Sportheim Kösingen statt. Die dazugehörigen Infos zum Termin in Kösingen, sowie alle weiteren TermineInfos werden in den nächsten Tagen und Wochen unter fuerstwallerstein.de/astholzversteigerung bekanntgegeben.

 

Rückfragen an:

Fürst Wallerstein Forstbetriebe
Bei den Kornschrannen 7 . 86720 Nördlingen
Tel. 09081 80526-22
forstbetriebe@fuerstwallerstein.de

Weitere Infos unter: fuerstwallerstein.de/forstbetriebe


Nachwachsendes Häuser

Moderne Architektur: Auf dem Holzweg

Ein Beitrag aus dem Zeit Magazin

Nur was für Gartenlauben? Von wegen. Holz erlebt seine astreine Renaissance als Baustoff, die am Computer entworfenen Konstruktionen können es in puncto Stabilität längst mit Beton, Glas und Stahl aufnehmen. Holz als Werkstoff ist nicht nur ökologisch unschlagbar. Es hat gegenüber den kühlen Bauten der Moderne auch den Vorzug, im Verwittern an Charakter zu gewinnen. Zudem ist die Bauzeit kurz. Man muss nicht mauern, putzen und verschalen – nur sägen. Wie das aussehen kann, zeigt der Band "100 Contemporary Wood Buildings", erschienen bei Taschen.

 

 


Heimatgeschichte: Als in Wallerstein ein Galgen stand

Hartmut Steger referierte über das ehemalige "Wallersteiner Hochgericht" im Fürstentum Oettingen-Wallerstein

Ein Artikel der Rieser Nachrichten von Bernd Schied

Der Festvortrag im Rahmen des diesjährigen Neujahrsempfangs in Wallerstein (wir berichteten) war nichts für schwache Nerven. Hartmut Steger, profunder Kenner der Historie der Marktgemeinde, hatte sich ein Thema ausgesucht, bei dem dem einen oder anderen Zuhörer ein Schaudern über den Rücken lief. Es ging um das „Wallersteiner Hochgericht“, das es im Fürstentum Oettingen-Wallerstein bis zum Jahre 1806 gab.

In diesem Jahr musste Fürstin Wilhelmine auf Geheiß von König Max I. von Bayern ihr Fürstentum an das Königreich Bayern abgeben. Für alle Regierungsgeschäfte waren fortan das bayerische Königshaus und dessen Regierung in München zuständig. „Der wohl schwärzeste Tag für das Herrschaftshaus der Oettinger“, wie Steger es ausdrückte. Mit dem Verlust des Regierungsauftrages verlor das Fürstentum Oettingen-Wallerstein auch die „Hohe Gerichtsbarkeit“. Damit war das Recht verbunden, bei schweren Delikten und Kriminalfällen den Gerichtsprozessen vorzustehen und auch Todesurteile auszusprechen.

Letzteres kam nicht allzu oft vor. Aber wenn jemand zum Tode verurteilt wurde, erfolgte die Vollstreckung des Urteils fast ausschließlich durch Köpfen und Erhängen, mitunter auch durch Rädern, Vierteilen und Verbrennen. Verbrannt wurden in der Regel „Brandstifter“. Sie sollten mit dem gleichen Verfahren gerichtet werden, mit dem sie zuvor ihre Untaten begangen hatten.

Laut den Recherchen Stegers wurden die Todesurteile an bestimmten „Hochgerichtsorten“ innerhalb des Fürstentums vollstreckt. Laut einer Flurkarte befand sich beispielsweise der Galgen im „Hochgerichtsort Wallerstein“ nahe des Munzinger Weihers. Ein weiterer, noch brutalerer Ort war die sogenannte „Köpfstatt“. Diese befand sich direkt an der Hauptstraße, der heutigen B 25, an der Rechtskurve nach Ehringen. Das Köpfen erfolgte mit einem Schwert.

Hartmut Steger schilderte an verschiedenen Beispielen unterschiedliche Hinrichtungsszenen. Auf deren Darstellung sei an dieser Stelle verzichtet. Ganz wichtig für die Hohe Gerichtsbarkeit dabei: Möglichst viele Bürger sollten von den Hinrichtungen etwas mitbekommen – quasi als abschreckende Wirkung. Deshalb stand zum Beispiel auch die Wallersteiner Köpfstatt an einer öffentlichen Straße. Von hoher Bedeutung war zudem, dass Galgen und Köpfstatt sauber und von Unkraut und Büschen befreit waren. Standen Pflege- und Reparaturarbeiten an, waren diese Angelegenheit verschiedener Zünfte, wie Maurer, Zimmerleute, Schreiner, Schmiede und Wagner.

Die letzte Hinrichtung in Wallerstein traf Hartmut Stegers Ausführungen zufolge eine „Weibsperson“ namens Johanna Ranzau. Nach den Prozessakten zu schließen, hatte sie vermutlich einen Kircheneinbruch verübt und sich an sakralen Gegenständen vergriffen.

Nach damaligem Rechtsempfinden handelte es sich dabei um ein Verbrechen, das nur mit der Todesstrafe gesühnt werden konnte. Im Juni 1750 wurde sie auf der Köpfstatt mit dem Schwert gerichtet.

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